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Vorbereiten

Der Patient sollte am Behandlungstag gut ausgeschlafen sein. Am Vorabend möglichst keinen Alkohol trinken und die vorgesehenen Bissstellen weder mit Seife noch mit Duschschaum reinigen. Keine Salben, Körperlotionen und Parfüms. Die Haut darf mit keinerlei Desinfektionsmitteln gereinigt sein. Die Blutegel reagieren empfindlich auf Chemikalien jeder Art und beissen dann nicht. Starkes Rauchen irretiert den Egel und hindert ihn auch schon mal am Beissen.    

Zu heilkundlichen Zwecken werden zwei verschiedene Arten von Blutegeln verwendet: Der deutsche Blutegel, Hirudo medicinalis  und der ungarische Blutegel, Hirudo officinalis. Und übrigens.....

.... Blutegel übertragen keine Krankheiten

In keinem Fall wurde eine Infektion der gesunden Tiere beobachtet. Auch Laboruntersuchungen an infizierten Tieren belegen, dass keine lebenden Krankheitserreger an Blutegeln nachzuweisen sind. Die Krankheitserreger werden durch ein Sekret des Blutegels, das antibakteriell wirkt, sofort abgetötet. Der Patient empfindet nur einen leichten Schmerz, ähnlich eines Brennnesselstiches oder eines Mückenstiches, nachher verspürt der Patient eigentlich nichts mehr, weil der Egel ein schmerzstillendes Sekret abgibt.

Die Angst vor der Blutegeltherapie rührt oft daher, dass sich die Patienten vorstellen, die Blutegel würden auf ihren Beinen herumkriechen. Die Blutegel werden sehr gezielt angesetzt, das heisst, ihnen wird nicht  die Möglichkeit geben, irgendwo am Körper herumzuschleichen.

Wenn der Blutegel einmal angebissen hat, verhält er sich völlig ruhig, bis er vollgesogen ist und von selbst wieder in den bereitstehenden Beutel abfällt. Die Saugdauer variiert von 12 Minuten bis 60 Minuten. 

Sie können auch vorgängig bei einer Blutegelsitzung vorbeikommen und sich selber ein Bild machen. Rufen Sie an und vereinbarein Sie Ihren Termin!

Hans Wenk  

Egel an der Arbeit....

... am Bein